Todesregen von Dean Koontz

Sonntag, Juni 15, 2014 Review by Susanne

 

Todesregen

 

Alles beginnt mit einem merkwürdig riechenden, silbrig schimmernden Regen, der zudem noch viel zu heftig fällt. Tiere verhalten sich seltsam und von überall auf der Welt werden merkwürdige Wetterphänomene gemeldet. Die beiden Hauptpersonen, Neil und Molly, spüren, dass an dem ganzen etwas unheimliches und angsteinjagendes ist. Neil hat auch das Gefühl, als würde etwas rießiges im Himmel über ihnen hinwegfliegen. Als das Fernsehen, Telefon und auch noch der Strom ausfallen, entscheiden die beiden in das nächste Dorf zu fahren und sich dort mit anderen zusammen zu tun, um sich gegen das Unbekannte zu schützen. Schon auf dem Weg dorthin stellen sie fest, dass zum einen die Natur sich merkwürdig verändert (es wachsen seltsame Pilze) und dass zum anderen einige Menschen anscheinend spurlos verschwunden sind…

Dean Koontz schafft es gleich auf der ersten Seite den Leser mitzunehmen in eine unheimliche Geschichte voll von “Aliens”, wandelnden Toten, rießigen Insekten, flüsternden Häuserwänden und abartigen Pilzgewächsen. Das Buch bleibt durchgehend spannend und läßt sich gerade auch durch seinen sehr bildlichen Schreibstil leicht lesen. Ich war innerhalb 2 Tage fertig ;o) Mit seinem Ende hat Dean Koontz eine Erklärung geschaffen, die für mich logisch war und auch zum Nachdenken anregt.

Allerdings bleiben für mich auch einige Ungereimtheiten offen:

In der Mitte der Geschichte begeben sich Molly und Neil auf die Suche nach zurückgelassenen, hilflosen Kindern. Wie genau sie allerdings auf die Idee dazu kommen, wirkt etwas an den Haaren herbeigezogen.

An dieser Stelle kommen Hunde ins Spiel, die die Suche anführen und denen sehr menschliche Züge verliehen werden (sie scheinen richtig denkende Wesen zu sein). Diese Eigenschaften behalten die Hunde bei bis zum Ende der Geschichte. Warum sie sich allerdings vom Charakter so gewandelt haben und was nach der Auflösung am Ende mit ihnen passiert, erfährt man nicht.

Außerdem werden in einer Szene Kinder vor einer bösartigen Kreatur gerettet. Es wird ausdrücklich erzählt, sie wären von einer weiblichen Erscheinung gerettet worden, die große Änlichkeit mit Molly hätte. Es wurde aber nie aufgeklärt, wer oder was die Erscheinung war und warum so viel Wert darauf darauf gelegt wurde, auf die Ählichkeit zur Hauptprotagonisten hinzuweisen.

Auch ein paar Horrorszenarien sind in der Geschichte zwar kurzweilig und unheimlich, aber tragen nicht wirklich zum Verlauf der Geschichte bei, z.B. können einige dieser neuen Pilzformen laufen und menschenähnliche Laute von sich geben. Oder, die handelnden Personen sehen in den Spiegel und sehen statt der Wirklichkeit ein verfallenes Spiegelbild oder sich selbst ermordet und entstellt.

Wenn man wie ich das Ende des Buches kennt (es hat ein bißchen einen religiösen Hintergrund – mehr verrate ich nicht), fällt es einem schwer, die Idee dahinter mit diesen Ereignissen zu verbinden. Auch kommt das Ende sehr abrupt. Man fragt sich noch während des Lesens: Hallo? Warum war’s das jetzt?

Trotzdem halte ich den Schluß für eine super Idee von Dean Koontz, denn er macht für mich nachvollziehbar, warum ausgerechnet die überlebt haben, die nun mal noch da sind. Die eigentliche Auflösung erfährt der Leser tatsächlich erst auf den letzten 10 Seiten. Und es ist doch etwas anders, als man bis dahin gedacht hat…

Fazit

Ein leicht zu lesendes, unterhaltsames und auch spannendes Buch mit Horror- und Si-Fi-Potential. Die Idee dahinter ist super, will aber nicht ganz zu den Ereignissen passen.

Daher nur 3 von 5 Smilie-Punkten: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

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