Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling

Book by Unterhaltung
Samstag, März 7, 2015 Review by Susanne

 

Marc-Uwe hat einen neuen Nachbarn.

Ein Känguru. Genauer gesagt, ein kommunistisches Känguru. Und das kann auch noch sprechen! Und es redet seeehr viel und hat seeehr eigene Ansichten, die es immer und in jeder Situation mitteilt.

Das Känguru ist nervig, besserwisserisch und die Witze, die sich daraus ergeben sollen (!) eher flach. Ich hatte mir das Hörbuch, gelesen vom Autor selbst, besorgt. Dieser hat sich während des Vortrages selbst wohl sehr über seine Ideen amüsiert. Ich leider nicht. Hätte ich mit einem besserwisserischen Teenager diese Gespräche geführt, oder einem alten Ehepaar zugehört, wäre es auf das selbe hinausgelaufen.

Ich gebe Euch hier einen Auszug:

Kapitel 40: So, so

“Runter und hoch…”

“Was machste denn da?”, fragt das Känguru.

“Runter und hoch…  Ich spiel Jojo”, sag ich.

“Jojo”, sagt das Känguru, “soso.”

“Runter und hoch…, so.”

 

Kein Witz, das war’s! Das Publikum hört man lachen. Ich ärger mich über das Geld für die Hörbuch-CD.

Noch eine Kostprobe? Bitte schön:

Kapitel 50: Die ganze Wahrheit

“Und das ist die Wahrheit”, sag ich, “die volle und ganze Wahrheit.”

“Nee”, sagt das Känguruh, “willst du die volle und ganze Wahrheit hören? Die Wahrheit ist – PIEPTON – durch – PIEPTON – darum und nur darum – PIEPTON – scheiß Verein – PIEPTON – verstehst du? – PIEPTON – durch – PIEPTON – darum und nur darum – PIEPTON – das ist die Wahrheit”.

“Krass”, sag ich.

“Allerdings”, sagt das Känguru.

Natürlich gibt es auch gute Dialoge. Oder witzige Situationen, in die Marc-Uwe Kling natürlich nur durch die Anwesenheit des Kängurus kommt. Aber richtig gute Kapitel sind meiner Meinung nach eher Einzelfälle.

Meine Bewertung daher: 2 von 5 Smilie-Punkten: *:) glücklich*:) glücklich

Wer sich eine eigene Meinung machen möchte, hier gibt’s die CD und hier das Buch.

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