Die Bildhauerin von Minette Walters

Book by Kriminalroman
Mittwoch, August 13, 2014 Review by Susanne

 

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Das Buch “Die Bildhauerin” spielt von Anfang an mit unserem gesellschaftlichen Schubladendenken.

Es gibt, das habt Ihr bestimmt im Fernsehen schon gesehen, Versuche, bei denen hübschen, schlanken Frauen viel eher geholfen wird, als dicken, häßlichen Frauen. Und wenn die weniger hübschen und dickeren Frauen auch nicht wirklich freundlich sind, einen sogar herablassend und giftig behandeln, dann haben sie unsere Aufmerksamkeit eh nicht verdient…

Und wenn man so ein Geschöpf an einem Tatort sieht, über und über voll mit Blut, zwei zerstückelte Leichen in nähester Nähe und dann sagt das unsympatische Wesen nichts zu seiner Verteidigung, dann….. SCHEINT doch alles klar zu sein. Dann wird sie es doch gewesen SEIN. Oder?

Und die Schwester, die sie u.a. ermordet haben soll, die war doch so ein nettes Mädchen. Schließlich hat sie immer gelächelt und war so hübsch… Sie SCHEINT doch so lieb gewesen zu SEIN.

Die Journalistin Rosalind Leigh wird auf jeden Fall von ihrer Verlegerin gezwungen, sich den Fall Olive Martin genauer anzuschauen und ein Buch über die Story zu schreiben. Olive Martin (dick, häßlich, unsympatisch, agressiv) soll ihre Mutter und ihre Schwester getötet und zerstückelt haben. Rosalind Leigh, kurz Roz, hat dazu nicht wirklich Lust und Kraft. Hat sie doch auf tragische Weise erst ihrer Tochter durch einen Autounfall verloren. Ihr bleibt aber keine andere Wahl, und so lernt Roz die (Mörderin?) Olive durch Gespräche im Gefängnis kennen. Und – sie findet sie nett. Bald fallen ihr Ungereimtheiten auf, geht alten verlorenen Spuren nach und teilt ihre Entdeckungen mit dem damaligen, jetzt pensionierten, Polizisten.

Bei all ihren Recherchen hilft ihr Olive nicht ein einziges Mal mit näheren Informationen. Sie meint, nur wenn Roz selbst auf alle Informationen kommen würde, nur dann würde sie ihr auch glauben.

Irgendwann steht der Leser auf der Seite Olives. Aber trotzdem… irgendein Zweifel bleibt. So wird z. B. öfter erwähnt, dass Olive als kleines Kind viel gelogen hat. Und Roz erwischt sie hin und wieder auch beim Lügen. Ist sie doch schuldig?

Auch das Ende lässt Platz für Spekulationen und eigene Gedanken. Hat Olive ihre Mutter und Schwester getötet oder nicht?? Macht Euch Euer eigenes Bild und holt Euch das Buch.

Es ist flüssig zu lesen, spannend (aber ohne Gänsehaut-Effekt) und verliert nie den roten Faden. Auf jeden Fall lesenswert.

4 von 5 Smilie-Punkten: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

Und nochmal der Hinweis, da es nicht über Amazon zu  bestellen ist: Falls Euch die Neugierde packt, klickt bitte auf o.s. Buchcover.

 

 

 

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