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Hier die neuste Bewertung von meinem Gastautor, Horst Weber.

Steve Jobs

von Walter Isaacson

 

“Die Menschen, die verrückt genug sind

zu denken, sie würden die Welt verändern,

sind diejenigen, die es tun werden.”

 

Mit diesem Zitat aus dem Think Different-Spot von 1997 beginnt die einzig autorisierte Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs, von Walter Isaacson.

Ich muss zugeben, ich habe schon lange kein Buch mehr in diesen epischen Ausmaßen gelesen. Das Buch hat 666 Seiten + Anhang. Die gebundene Fassung habe ich mir bereits 2011 gekauft. Und dann lag die erst einmal bis 2014 im Regal. :-) 

Vor ein paar Wochen kaufte ich mir aber das Hörbuch mit 8 CDs und die haben mich dann so gefesselt, dass ich neben dem auditiven Kanal auch den visuellen Kanal bedienen wollte (wenn Ihr das Hörbuch selbst haben wollt, hier klicken).

Und was soll ich sagen, ….Ich habe das Buch danach förmlich verschlungen. Neben dem Leben von Steve Jobs erfährst Du auch die Anfänge und Entwicklung der Computerindustrie für den Massenmarkt.

Es ist auch eine Geschichte um die Rivalität von Bill Gates und Steve Jobs. Eine Geschichte um zwei unterschiedliche Systeme. Bill Gates stand für ein offenes System, das heißt die Software von Microsoft sollte am besten auf jedem PC laufen, egal wie “schrottig” der PC, also die Hardware ist.

Das Ziel von Microsoft ist, möglichst viel Geld zu verdienen.

Anders Steve Jobs und das System Apple. Steve Jobs war ein absoluter Verfechter von geschlossenen Systemen, das bedeutet:

“Die Software soll eben nicht auf anderen PCs laufen, sondern nur auf PCs von Apple”

Steve Jobs Ziel war, ein rundes und hervorragendes Nutzererlebnis zu schaffen. Und das geht eben nur, wenn Apple gleichzeitig die Hardware zur Software entwickelt.

Zur Gründung von Apple 1976 war das noch anders, da der Partner von Steve Jobs, Steve Wozniak, ein Verfechter des offenen Systems war.

Steve Wozniak hätte am liebsten alles verschenkt. So war der Apple I und besonders der Apple II noch ein Computer mit vielen Steckplätzen und Möglichkeiten, vieles daran anzuschließen.

Das änderte sich 1984, in dem Jahr, in dem der berühmte Macintosh Computer die Welt erblickte. Größtenteils erschaffen von Steve Jobs mit seinem Team. Das war ein komplett geschlossenes System, an dem auch keine Fremdgeräte mehr angeschlossen werden konnten.

1985 flog Steve Jobs von seiner eigenen Firma (Apple) heraus.

1997 kaufte der damalige CEO von Apple (Gil Amelio) die neue Softwarefirma von Steve Jobs, die Firma NeXT, für einen aberwitzen Betrag von ca. 400 Mio US-Dollar. Und damit kam Steve Jobs wieder zürück zu Apple! In der Bestzeit machte die Firma 1990 einen Umsatz von nur 28 Millionen Dollar, Gewinn ?.

Und da Apple 1997 kurz vor der Pleite stand, kam Steve Jobs gerade richtig zurück, um wieder mit neuen Schwung am Erfolg der Firma zu arbeiten.

Eine große Stärke von Steve Jobs war die absolute Konzentration auf wenige Dinge. So strich er in kurzer Zeit um die 70% der Produkte zusammen, entließ um die 3.000 Mitarbeiter und innerhalb eines halben Jahres war Apple wieder in der Gewinnzone.

Das spannende daran ist, dass Steve Jobs das ganze nicht für Geld tat, sondern weil er sein “Baby”, Apple, von ganzem Herzen liebte. Seit seinem neuen Amtsantritt 1997 bis 2000 ließ er sich lediglich einen symbolischen Dollar pro Jahr bezahlen, so hatte er nach 2 1/2 Jahren, lediglich 2,5 US-$ verdient.

Das damalige Apple Board hatte ihm bei seiner Rückkehr zu Apple ein Aktienpaket angeboten, das 2 1/2 Jahre später 400 Millionen US-Dollar wert gewesen wäre, Steve Jobs begnügte sich mit 2 1/2 US-$ und lehnte das Aktienpaket ab.

Orginalzitat von Steve Jobs:

“Ich möchte nicht, dass meine Mitarbeiter bei Apple glauben, ich sei nur zum Reichwerden zurückgekommen.”

 

Milliardär ist Steve Jobs nicht mit Apple geworden, sondern mit der kleinen Animationsabteilung von George Lucas – Pixar.

Nachdem der erste Film “Toy Story” in den Kinos lief, brachte Steve Jobs eine Woche später Pixar an die Börse und wurde dadurch zum Milliardär, da er ca. 80% der Aktien besaß.

Steve Jobs war der Erste, der gleichzeitig CEO von zwei börsennotierten Unternehmen war, Apple und Pixar.

Später wurde dann Pixar von Disney gekauft und Steve Jobs wurde größter Einzelaktionär von Disney.

Diese spannenden Geschichten sind ausführlich im Buch beschrieben (für das Buch hier klicken).

Steve Jobs war auch ein entschiedener Gegner von Marktforschung.

Henry Ford sagte einmal dazu:

“Hätte ich die Menschen gefragt was Sie haben wollen, dann hätten Sie sich ein schnelleres Pferd gewünscht.”

 

So wird auch sehr spannend im Buch beschrieben, wie es zum ersten Ipod kam und zum Slogan:

“1000 Songs in der Tasche”

Und damit ging dann 2001 richtig die Post ab bei Apple.

Der Höhepunkt war dann 2007 mit der Einführung des ersten Apple I-Phones.

Steve Jobs war ein Verkaufsgenie und hatte immer sehr intensiv seine Produktvorführungen vorbereitet, wie unten zu sehen, bei der ersten Einführung des Apple Iphones.

Glauben Sie, dass ein deutscher Vorstandschef, in einer Live-Präsentation vor mehreren tausend Menschen, mal spontan bei Starbucks anruft und 3000 Latte Macchiato bestellen würde?

Steve Jobs macht das in der Präsentation zum ersten Iphone.

Das Iphone war auch mein erster Kontakt zum Unternehmen Apple. Davor hatte ich Apple so gar nicht auf dem Schirm. Im Büro arbeite ich mit einem normalen PC, mit Microsoft-Software. Zum Musikhören gab es Walkmans. Handys waren von Nokia und wer brauchte schon Tablett-PCs.

Mittlerweile habe ich mein zweites I-Phone. Diesen Artikel schreibe ich gerade auf einen Apple Laptop, ein MacBook Pro.

Wir haben natürlich ein I-Pad, an dem ich so gut wie nie herankommen, weil das meine Frau und mein Sohn zum spielen nutzen und meine Frau hat noch einen wunderschönen Ipod.

Jetzt denke ich darüber nach, mir auch einen Apple PC ins Büro zu stellen, mal schauen.

Steve Jobs Strategie ist also aufgegangen. Er hat ein Unternehmen zurückgelassen, das aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt ist.

Und hoffentlich geht der letzte Wunsch von Steve Jobs in Erfüllung, das er eine DNA im Unternehmen hinterlassen hat, die das Unternehmen Apple noch viele Generationen erfolgreich nach vorne führt.

Apple Umsatzentwicklung Quelle: Wikipedia