Archive for the ‘Sachbücher’ Category

Weizenwampe von Dr. med. William Davis

Montag, Juli 27, 2015 Review by Susanne

 

 

Oh weh, heute habe ich wieder schwere Kost für Euch!

Das Buch “Weizenwampe” hat mich zuerst total verunsichert und am Ende doch absolut überzeut.

Dr. med. William Davis behauptet in seinem Buch, dass der zunehmende Weizenanteil (Glutenanteil) in der Ernährung bei den Amerikanern mit einem wachsenden Körperumfang einher ging. Und nicht nur das! Er behauptet und erläutert, dass viele Krankheiten von Weizen bzw. allen Getreidearten mit Gluten herrühren.

Gleich zu Beginn ein paar Krankheiten, die Dr. med. Davis auf Gluten zurückführt:

  •  Durchfallattacken / Reizdarmsyndrom
  • Diabetis
  • rheumatische Gelenkentzündungen
  • Verschlimmerung der Symptome von z.B. ADS/ADHS aber auch Autismus, Schizophrenie usw
  • Herzerkrankungen / Bluthochdruck
  • Demenz
  • grauer Star
  • Arteriosklerose

usw.

Laut seinen Beispielen, die er im Buch leicht verständlich erläutert, ging es nach einer Nahrungsumstellung sogar Diabetikern wieder so gut, dass sie kein oder viel weniger Insulin bräuchten.

Er führt die Folgen von Gluten auf mehrere Gründe zurück. Ich versuche Euch das so gut wie möglich zusammen zu fassen. Aber bitte denkt dran: Ich bin weder Arzt, Heilpraktiker oder habe sonst irgendeine medizinische Ausbildung. Ich bin absoluter Laie und gebe nur wieder, was ich gelesen habe. Bei Interesse holt Euch das Buch selbst und lest bitte nach!

1. Der glykämische Index von Vollkornweizenbrot liegt bei 72 (zum Vergleich: Haushaltszucker = 59). Der glykämische Index besagt, in welchem Ausmaß Lebensmittel den Blutzucker im Vergleich zu Traubenzucker ansteigen lassen (Traubenzucker = 100). Je höher der Blutzucker steigt, desto höher steigt Insulinspiegel.

  • Hoher Insulinspiegel -> hohe Fetteinlagerung (Übergewicht)
  • hoher Insulinspiegel -> hohe Fetteinlagerung -> hohes Bauchfett -> schlechtere Reaktion auf Insulin -> kann zu Diabetis führen (lt. Dr. med. Davis)
  • hoher Blutzuckergipfel -> danach Zuckertief und man bekommt nach spätestens 2 Stunden Heißhunger und man isst wieder……

2. Unter Einfluss des Magenenzyms Pepsin und der Magensäure (Salzsäure) zerfällt Gluten zu verschiedenen Poypeptide. Diese wiederum sind in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Nach Eintritt ins Gehirn docken sie an den Morphinrezeptoren des Gehirns an. An denselben Rezeptoren, an denen auch Opiate ansetzen. Aus diesem Grund führt Dr. med. Davis die Verschlimmerung der Symptome bei ADS, ADHS, Autismus, Schizophrenie usw. auf den Verzehr von glutenhaltigen Nahrungsmittel zurück.

3. Nochmal zum Punkt, an dem Dr. med. Davis beschreibt, wie Gluten einen hohen Insulinspiegel und damit eine hohe Fetteinlagerung (vorallem am Bauch) auslöst. Er führt auf ein hohes Bauchfett auch Krankheiten zurück wie z.B. Herzerkrankungen und Bluthochdruck. Er ist der Meinung, dass durch ein hohes Bauchfett die Fähigkeit verloren geht, das schützende Molekül Adiponectin herzustellen. Außerdem führt er auf zu hohes Bauchfett die Krankheiten Demenz, rheumatoide Arthritis und Darmkrebs zurück.

4. Das Protein Gliadin aus dem Gluten hat die Fähigkeit, die Darmschleimhaut durchlässig zu machen und damit kommt Gliadin ins Blut. Das kann lt. Dr. med. Davis zu Autoimmunerkrankungen führen wie z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, rheumatische Arthritis, Zölikae, Asthma.

5. Leidet jemand an Zölikai und es bleibt über Jahre unerkannt, dann leidet die Nährstoffaufnahme, denn durch das Gluten wird die Dünndarmschleimhaut angegriffen. D.h. für die Betroffenen, dass sie zuwenig Eiweiß, Vitamine, Eisen, Zink usw. aufnehmen. Die “üblichen” Probleme sind Krämpfe und Durchfall. Dr. med. Davis führt bei möglichen Krankheiten aber auch Migräne, Unfruchtbarkeit, Minderwuchs, Depressionen, MS, Allergien usw. auf.

Soweit zu den möglichen Problemen und Krankheiten. Aber was ist die Lösung?

Wer an Zölikai / Glutenunverträglichkeit leidet kann umsteigen auf glutenfreie Produkte.

Ich hab mich schon ein bisschen durchgetestet.

Das Brot von Schär z.B. ist lecker.

Einfach toasten und genießen.

Auch das Rusitco – Mehrkornbrot ist sehr gut.

 

Es kommt natürlich nicht an “richtiges” Brot ran, aber mein Feinschmecker-Kind akzeptiert es und mag es sehr!

Wobei wir das Glück haben und nicht allergisch sind, sondern ich einfach mal testen möchte, ob wir einen Unterschied am Befinden / Gewicht feststellen können, wenn wir auf Gluten verzichten.

Für echte Zölikalie-Geplagte ist das ein täglicher Wahnsinn, der mir tiefen Respekt abverlangt.

Laut dem Buch “Weizenwampe” steckt Gluten/Weizen in Zahnpasta, Lippenstift, Kaugummi, geraspeltem Käse ….. u.v.m. Da muss man dann wirklich aufpassen!

Zusammengefasst:

Gluten scheint richtig heimtückisch zu sein und birgt viele gesundheitlichen Risiken. Ob man wirklich die ganzen oben genannten Krankheiten nur darauf zurückführen kann, weiß ich nicht.

 Mein Selbsttest läuft auf jeden Fall! Wer macht mit? *:) glücklich

“Weizenwampe” enthält super viele Informationen, deutlich und leicht verständlich erklärt. Auch ein paar Rezepte für den Beginn sind dabei. Deswegen verdiente 5 Smilie-Punkte: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

Zum Nachlesen und Vertiefen lest bitte unbedingt selbst das Buch.

Hier ein kleines Video zum Thema.

 

Das Pubertier von Jan Weiler

Sonntag, November 23, 2014 Review by Susanne

 

 

 

Das “Pubertier” habe ich mir zum einen besorgt, weil ich neugierig war, was in wenigen Jahren/Monaten auf mich zu kommen könnte. Zum anderen kannte ich Jan Weiler von seinem Buch “Maria, ihm schmeckt’s nicht” (übrigens ein tolles Buch!).

Und ja….. die Geschichten von Jan Weiler, die er mit seiner Tochter in der Pubertät erlebt hat, sind echt witzig. Allerdings ist das Buch mit 120 Seiten nicht gerade dick. Und ich, als noch-nicht mit einem Pubertier-geplagten Mama, frag mich da schon: mehr gibt’s da nicht zu berichten?

Der Klapptext beschreibt das Buch folgendermaßen:

Sie waren süß. Sie waren niedlich. Jeden Milchzahn hat man als Meilenstein gefeiert. Doch irgendwann mutieren die Kinder in rasender Geschwindigkeit von fröhlichen, neugierigen und nett anzuschauenden Mädchen und Jungen zu muffeligen, maulfaulen und hysterischen Pubertieren. Aus rosigen Kindergesichtern werden Pickelplantagen. Nasen, Beine und Hinterteile wachsen in beängstigendem Tempo. Stimmen klingen wie verstimmte Dudelsäcke, aber die Kommunikation scheint ohnehin phasenweise unmöglich, denn das Hirn ist wegen Umbaus vorübergehend geschlossen. Und doch ist da ein guter Kern. Irgendwo im Pubertier schlummert ein erwachsenes Wesen voller Güte und Vernunft. Man muss nur Geduld haben, bis es sich durch Berge von Klamotten und leeren Puddingbechern ans Tageslicht gewühlt hat. Verdammt noch mal.

 

Insgesamt lässt sich das Buch schnell lesen. Es ist witzig geschrieben und – lt. Kundenbewertungen bei Amazon – es scheinen tatsächliche alle Kinder so zu mutieren, wie Jan Weiler es beschreibt. ;O) HILFE!!!!!!!

Es ist für Weihnachten also sicher ideal als kleines Geschenk für geplagte/gestresste Eltern.

Einen Smilie Abzug, da man mit Sicherheit mehr über pubertierende Kinder hätte schreiben können:

4 von 5 Smilie-Punkten: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

Für die rechtzeitig Lieferung zu Weihnachten hier klicken.

Für das Hörbuch hier klicken.

Hier mal eine Lesung von Jan Weiler, “Das Pubertier”, zum reinhören.


Hier die neuste Bewertung von meinem Gastautor, Horst Weber.

Steve Jobs

von Walter Isaacson

 

“Die Menschen, die verrückt genug sind

zu denken, sie würden die Welt verändern,

sind diejenigen, die es tun werden.”

 

Mit diesem Zitat aus dem Think Different-Spot von 1997 beginnt die einzig autorisierte Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs, von Walter Isaacson.

Ich muss zugeben, ich habe schon lange kein Buch mehr in diesen epischen Ausmaßen gelesen. Das Buch hat 666 Seiten + Anhang. Die gebundene Fassung habe ich mir bereits 2011 gekauft. Und dann lag die erst einmal bis 2014 im Regal. :-) 

Vor ein paar Wochen kaufte ich mir aber das Hörbuch mit 8 CDs und die haben mich dann so gefesselt, dass ich neben dem auditiven Kanal auch den visuellen Kanal bedienen wollte (wenn Ihr das Hörbuch selbst haben wollt, hier klicken).

Und was soll ich sagen, ….Ich habe das Buch danach förmlich verschlungen. Neben dem Leben von Steve Jobs erfährst Du auch die Anfänge und Entwicklung der Computerindustrie für den Massenmarkt.

Es ist auch eine Geschichte um die Rivalität von Bill Gates und Steve Jobs. Eine Geschichte um zwei unterschiedliche Systeme. Bill Gates stand für ein offenes System, das heißt die Software von Microsoft sollte am besten auf jedem PC laufen, egal wie “schrottig” der PC, also die Hardware ist.

Das Ziel von Microsoft ist, möglichst viel Geld zu verdienen.

Anders Steve Jobs und das System Apple. Steve Jobs war ein absoluter Verfechter von geschlossenen Systemen, das bedeutet:

“Die Software soll eben nicht auf anderen PCs laufen, sondern nur auf PCs von Apple”

Steve Jobs Ziel war, ein rundes und hervorragendes Nutzererlebnis zu schaffen. Und das geht eben nur, wenn Apple gleichzeitig die Hardware zur Software entwickelt.

Zur Gründung von Apple 1976 war das noch anders, da der Partner von Steve Jobs, Steve Wozniak, ein Verfechter des offenen Systems war.

Steve Wozniak hätte am liebsten alles verschenkt. So war der Apple I und besonders der Apple II noch ein Computer mit vielen Steckplätzen und Möglichkeiten, vieles daran anzuschließen.

Das änderte sich 1984, in dem Jahr, in dem der berühmte Macintosh Computer die Welt erblickte. Größtenteils erschaffen von Steve Jobs mit seinem Team. Das war ein komplett geschlossenes System, an dem auch keine Fremdgeräte mehr angeschlossen werden konnten.

1985 flog Steve Jobs von seiner eigenen Firma (Apple) heraus.

1997 kaufte der damalige CEO von Apple (Gil Amelio) die neue Softwarefirma von Steve Jobs, die Firma NeXT, für einen aberwitzen Betrag von ca. 400 Mio US-Dollar. Und damit kam Steve Jobs wieder zürück zu Apple! In der Bestzeit machte die Firma 1990 einen Umsatz von nur 28 Millionen Dollar, Gewinn ?.

Und da Apple 1997 kurz vor der Pleite stand, kam Steve Jobs gerade richtig zurück, um wieder mit neuen Schwung am Erfolg der Firma zu arbeiten.

Eine große Stärke von Steve Jobs war die absolute Konzentration auf wenige Dinge. So strich er in kurzer Zeit um die 70% der Produkte zusammen, entließ um die 3.000 Mitarbeiter und innerhalb eines halben Jahres war Apple wieder in der Gewinnzone.

Das spannende daran ist, dass Steve Jobs das ganze nicht für Geld tat, sondern weil er sein “Baby”, Apple, von ganzem Herzen liebte. Seit seinem neuen Amtsantritt 1997 bis 2000 ließ er sich lediglich einen symbolischen Dollar pro Jahr bezahlen, so hatte er nach 2 1/2 Jahren, lediglich 2,5 US-$ verdient.

Das damalige Apple Board hatte ihm bei seiner Rückkehr zu Apple ein Aktienpaket angeboten, das 2 1/2 Jahre später 400 Millionen US-Dollar wert gewesen wäre, Steve Jobs begnügte sich mit 2 1/2 US-$ und lehnte das Aktienpaket ab.

Orginalzitat von Steve Jobs:

“Ich möchte nicht, dass meine Mitarbeiter bei Apple glauben, ich sei nur zum Reichwerden zurückgekommen.”

 

Milliardär ist Steve Jobs nicht mit Apple geworden, sondern mit der kleinen Animationsabteilung von George Lucas – Pixar.

Nachdem der erste Film “Toy Story” in den Kinos lief, brachte Steve Jobs eine Woche später Pixar an die Börse und wurde dadurch zum Milliardär, da er ca. 80% der Aktien besaß.

Steve Jobs war der Erste, der gleichzeitig CEO von zwei börsennotierten Unternehmen war, Apple und Pixar.

Später wurde dann Pixar von Disney gekauft und Steve Jobs wurde größter Einzelaktionär von Disney.

Diese spannenden Geschichten sind ausführlich im Buch beschrieben (für das Buch hier klicken).

Steve Jobs war auch ein entschiedener Gegner von Marktforschung.

Henry Ford sagte einmal dazu:

“Hätte ich die Menschen gefragt was Sie haben wollen, dann hätten Sie sich ein schnelleres Pferd gewünscht.”

 

So wird auch sehr spannend im Buch beschrieben, wie es zum ersten Ipod kam und zum Slogan:

“1000 Songs in der Tasche”

Und damit ging dann 2001 richtig die Post ab bei Apple.

Der Höhepunkt war dann 2007 mit der Einführung des ersten Apple I-Phones.

Steve Jobs war ein Verkaufsgenie und hatte immer sehr intensiv seine Produktvorführungen vorbereitet, wie unten zu sehen, bei der ersten Einführung des Apple Iphones.

Glauben Sie, dass ein deutscher Vorstandschef, in einer Live-Präsentation vor mehreren tausend Menschen, mal spontan bei Starbucks anruft und 3000 Latte Macchiato bestellen würde?

Steve Jobs macht das in der Präsentation zum ersten Iphone.

Das Iphone war auch mein erster Kontakt zum Unternehmen Apple. Davor hatte ich Apple so gar nicht auf dem Schirm. Im Büro arbeite ich mit einem normalen PC, mit Microsoft-Software. Zum Musikhören gab es Walkmans. Handys waren von Nokia und wer brauchte schon Tablett-PCs.

Mittlerweile habe ich mein zweites I-Phone. Diesen Artikel schreibe ich gerade auf einen Apple Laptop, ein MacBook Pro.

Wir haben natürlich ein I-Pad, an dem ich so gut wie nie herankommen, weil das meine Frau und mein Sohn zum spielen nutzen und meine Frau hat noch einen wunderschönen Ipod.

Jetzt denke ich darüber nach, mir auch einen Apple PC ins Büro zu stellen, mal schauen.

Steve Jobs Strategie ist also aufgegangen. Er hat ein Unternehmen zurückgelassen, das aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt ist.

Und hoffentlich geht der letzte Wunsch von Steve Jobs in Erfüllung, das er eine DNA im Unternehmen hinterlassen hat, die das Unternehmen Apple noch viele Generationen erfolgreich nach vorne führt.

Apple Umsatzentwicklung Quelle: Wikipedia