3 Wochen bis zur Wahrheit von Kate Pepper

Dienstag, Juni 10, 2014 Review by Susanne

Produkt-Information

 

Alles beginnt mit der Vermutung Annies, dass ihr Mann Bobby sie schon seit längerer Zeit betrügt. Heraus kam dies durch Liebes-Emails und Kreditkartenrechnungen z.B. für Schmuck, den Annie aber nicht geschenkt bekommen hat. Annie packt also  enttäuscht und verletzt ihre Koffer und zieht mit ihrem Baby zu ihrer Zwillingsschwester Julie. Als sie dort ankommt, liegt vor Julies Haus eine ermordete Frau, die den Zwillingsschwestern sehr ähnlich sieht.  Kurz danach wird Annie wegen Betrug und Veruntreuung verhaftet. Irgendwann dämmert es Annie, dass nicht nur sie Opfer des Identitätsdiebstahls geworden ist, sondern auch ihr Mann, der sie anscheinend doch nicht betrogen hat. Während sie und Bobby verzweifelt versuchen ihre Unschuld zu beweisen, verschwindet Julie mit dem Baby spurlos.

Leider merkt der Leser schon bald nach der Ankunft Annies bei Julie, dass irgendetwas nicht mit Julie stimmt. Auch der Mord an einer völlig unbeteiligten war nicht wirklich nötig für den Verlauf der Geschichte. Ich habe mir außerdem sehr schwer getan, mich in die Erzählung ziehen zu lassen und alles mit Annies Augen zu sehen. Und das obwohl das Buch aus der Ich-Position heraus geschrieben wurde! Da waren einfach zu wenig Emotionen. Man muss sich mal vorstellen: man wird eingesperrt für etwas, das man nicht getan hat und dann verschwindet auch noch das eigene Baby spurlos. Und an allem scheint die über alles geliebte Zwillingsschwester schuld zu sein. Sollte da nicht ein bißchen Verzweiflung zu spüren/zu lesen sein?

Ein konkretes Beispiel: Annie wird von der Polizei angerufen, dass man die DNA-Ergebnisse vom Tatort des Mordes hätte. Im Verdacht standen zu diesem Zeitpunkt sie und Julie. Annie und Bobby essen erst noch gemütlich in einem Restaurant zu Ende und fahren dann in aller Ruhe zum Polizeirevier. Hier erfährt Annie, dass lt. Bluttest sie die Mörderin wäre. Und erst jetzt wird sie wegen Mordes festgenommen. Puh, ich glaube, so locker würde es im wirklichen Leben nicht laufen…

Auch das Ende ist eher schwach und da ich das ganze Buch nicht wirklich zum Lesen empfehlen kann, verrate ich es Euch: Alles wurde genau von Julie (oh Wunder) und Bobby geplant. Julie war einfach nur wahnsinnig eifersüchtig auf Annie, da sie selbst weder Glück mit Männern hatte noch eigene Kinder kriegen konnte. Bobby war aber anscheinend nur an der Planung beteiligt und hat vor der Umsetzung kalte Füße bekommen und sich anscheinend von Julie getrennt. Der Mörder war Julie, aber Bobby hat die Tatwaffe im Keller des eigenen Hauses versteckt. Welche Annie dann auch prombt findet. Sie stellt Bobby zwar zur Rede, dieser mutiert aber zu einem willensschwachen Typen, der alles auf Julie schiebt und am Ende einfach zu sieht, wie Annie ihn verläßt. Der ganze Schluss dauert 7 Seiten…

Fazit:

Die Idee hinter dem Buch ist gerade in der heutigen Zeit hoch aktuell. Man hört in den Medien immer wieder von Hakerangriffen, bei denen Zugangscodes zu Bankkonten geklaut werden oder Passwörter zu Email-Accounts. Warum dann nicht auch eine ganze Identität?

Von der Umsetzung der Idee im Buch war ich leider enttäuscht. Mir fehlte Spannung, Emotionen sowie realistische und überraschende Handlungen. Schließlich soll es ja ein Thriller sein. Ich kann nur absolut von diesem Buch abraten. Nutzt die Zeit für andere Bücher ;o)

Daher nur 1 von 5 Smilie-Punkten: *:) glücklich

 

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