Archive for Januar, 2015

(Rezension von Horst Weber)

Es gibt ja viele Fans, die sich an den Erlebnissen der X-Y-Z-Promis im Dschungelcamp im australischen Dschungel ergötzen.

Ich gehöre nicht dazu, aber meine Frau ist ein glühender Anhänger dieser Fernsehshow.

In der Zeit, wo meine Frau Dschungelcamp schaute, widmete ich mich der Biographie von Bill Clinton.

Bill Clinton war von 1993 bis 2001 der 42. Präsident der Vereinigten Staaten. Ich persönlich fand Bill Clinton schon immer cool, weil er ein unglaubliches Charisma ausstrahlte und immer noch ausstrahlt.

1993 hatte ich auf dem zweiten Bildungsweg die Chance im Englischunterricht seine Antrittsrede als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika analysieren zu dürfen. Und die hatte mich damals echt begeistert.

Beinahe hätte ich ihn sogar 2001 kennengelernt, als ich ihn live bei einer Veranstaltung sprechen hörte, die die Erfolgstrainer Hermann Scherer und Jörg Löhr organisiert hatten.

Den Vortrag fand ich jetzt zurückblickend nicht so toll, Bill Clinton war erkältet, der Vortrag ging nur ca. 30-60 Minuten.. Aber der Mann hatte ein starkes Charisma!

Bill Clinton war ja nach seiner Zeit als Präsident pleite und wurde erst nach dieser Zeit vermögend, vorwiegend aufgrund seiner Rednerauftritte.

Für diesen Auftritt in Deutschland hat er so ca. 250.000 € bekommen. Mittlerweile liegt sein Rednerhonorar für eine Rede bei ca. 500.000 US-$.

Hier finden Sie einen interessanten Artikel zum Rednerhonorar von Ex-Politikern in der Welt.

Nach seinem Vortrag hing eine riesige Menschentraube um ihn herum. Ich war so ca. 1,50 Meter von ihm entfernt und stieg auf einen Stuhl um ihn sehen zu können (wie ein Groupie).

2004 erschien bereits die Biographie von Bill Clinton “Mein Leben”. Und das Ding ist echt ein Gerät.

Insgesamt 1.442 Seiten spannender Lesestoff.

Er schreibt darüber wie er aufwuchs. Sein Vater starb mit 28 Jahren bei einem Unfall – vor Bill Clintons Geburt.

Bill Clinton war Elvis Fan. Viele nannten ihn deshalb bei seiner ersten Präsidentschaftskampagne Elvis. Er beschreibt sehr detailliert, was er in Oxford bei seinem Studium gelernt hat und sehr spannend seine Wahlkämpfe um den Gouverneurssitz in Arkansas (Gouverneur kann man in etwa vergleichen mit einem Ministerpräsidenten eines Bundeslandes in Deutschland).

1978 wurde er zum ersten Mal Gouverneur von Arkansas, mit gerade einmal 32 Jahren. Die Amtsperiode geht in Arkansas nur 2 Jahre.

1980 wurde er wieder abgewählt, weil er in seiner Amtszeit ein paar kleine Fehler machte, die ihm die Leute verübelten.

Vor allem passte er die KFZ-Steuer etwas an, um die Straßen zu verbessern. Seit 10 Jahren wurde nichts mehr in die Infrastruktur investiert, deshalb waren einige Straßen im desolaten Zustand. Ähnlich wie in Deutschland, oder?

Das viele Gute, das er in seiner Amtszeit vollbrachte (mehr in Bildung zu investieren, die Alten stärker untersützt, mehr Krankenhäuser gebaut, Abwasserkanäle auf dem Land gebaut und vieles mehr), das wurde erst bei dem Wahlkampf um eine erneute Kanditatur 1982 gewürdigt. Und im übrigen wurde Arkansas in diesen zwei Jahren mit einigen Umweltkatastrophen heimgesucht, die er als Krisenmanager hervorragend bewältigte.

Bisher wurde ein Gouverneur, der abgewählt wurde, nicht mehr wiedergewählt.

Bill Clinton schaffte das Unmögliche und wurde 1982 wieder Gouverneur von Arkansas.

Wie der Wahlkampf lief, wieviel er dafür tat (und er machte wirklich viel dafür), all das beschreibt er ausführlich und spannend in dieser Biographie.

Bill Clinton hat dann in Arkansas eines der besten Bildungssysteme in den Vereinigten Staaten eingeführt, wo sogar die Lehrer dazu verdonnert wurden, jährliche Prüfungen abzulegen, damit sie die Kinder besser unterrichten können.

Im Buch beschreibt er sehr gut und spannend weitere politische Projekte in Arkansas und wie er Stück für Stück immer wertvoller für die gesamte Partei wurde, so dass er bereits 1988 als möglicher Präsidentschaftskandidat in Frage kam.

1988 wollte er noch nicht antreten. 1992 war es aber dann soweit und Bill Clinton machte sich auf dem Weg, um der 42. Präsident der Vereinigten Staaten zu werden!

Nur ein einziges Mal in der Geschichte der USA, war es einem Kandidaten eines kleinen Bundesstaates gelungen, zum Präsidenten gewählt zu werden. (Franklin Pierce aus New Hampshire im Jahr 1852).

Und Bill Clinton war ja Gouverneur eines “Pups-Landes” von der Einwohnerzahl her betrachtet.

Arkansas hatte 2013 2,959 Millionen Einwohner. Zum Vergleich: in Florida wohnten 2013 19,55 Mio Menschen und in Kalifornien, wo ja Arnold Schwarzenegger von 2003 bis 2011 der “Gouverantor” war, lebten ca. 38,33 Millionen Amerikaner.

Bei seiner Nominierungsrede hinterließ Bill Clinton folgendes, schönes Zitat:

“Amerika ist die größte Nation der Geschichte,

weil unser Volk immer an zwei

große Ideen geglaubt hat:

“Dass das Morgen besser sein kann als das Heute

und dass jeder von uns eine persönliche moralische Verantwortung

hat, dafür zu sorgen, dass das auch eintritt.”

Dieses Zitat wurde laut Bill Clinton inspiriert von John F. Kennedys Aufruf an die Bürger Amerikas.

Bill Clinton wurde am 20. Januar 1993 als Präsident vereidigt.

In seiner Biographie beschreibt er welche Kämpfe er fast täglich während seiner Präsidentschaft in der Innen-und Außenpolitik zu bestehen hatte.

Vor allem auch, wie übel ihm die Medien mitgespielt hatten und wie der politische Gegner versuchte, Bill Clinton fertig zu machen, indem in seiner ersten Amtszeit viele Lügengeschichten erzählt wurden, die sich später als unwahr herausstellten.  Stichwort Whitewater.

Lewinsky kam erst in der zweiten Amtszeit. Auch darüber schreibt Bill Clinton einiges in seinem Buch.

Auch die obligatorische Schonfrist für frisch gewählte Präsidenten von 100 Tagen wurden ihm nicht zugestanden.

Die Medien haben sich sofort nach Amtsantritt über Bill Clinton hergemacht.

Tatsächlich hat Bill Clinton in seiner ersten Amtszeit viel für das amerikanische Volk erreicht, obwohl ab dem 3. Jahr beide Kammern eine republikanische Mehrheit hatten. Dann zeigte Bill Clinton, als Demokrat, erst richtig was in ihm steckte.

Im 3. Jahr seiner Präsidentschaft verfolgten der Präsident und sein Team folgenden Grundsatz:

“Nicht die Bürokratie,

sondern die Bürger schützen;

nicht Regeln,

sondern Resultate fördern;

und Worte durch Taten ersetzen.”

In den ersten 4 Jahren sind unter Bill Clintons Regierung und durch seine Arbeit ca. 10 Millionen Arbeitsplätze entstanden.

Als er aus dem Amt schied ging es der Mittelschicht viel besser, die Zahl, von der Wohlfahrt abhängigen Menschen, konnten durch seine Amtsführung von 14,1 Millionen Menschen auf 5,8 Millionen Menschen gesenkt werden und er war einer der wenigen Präsidenten, die nach ihrer Amtszeit Haushaltsüberschüsse zurück liesen.

 Hier finden Sie einen Chart zum US-Bundeshaushalt von 1971 bis 2001:
Budget Deficit 1971 to 2001

Und die Zahl der in Armut lebenden Kinder ging in seiner Präsidentschaft um 25% zurück.

Über die Zeit, als die Präsidentschaft begann, habe ich parallel zu der Biographie noch das Buch von Joe Klein:

“Das Naturtalent – Die verkannte Präsidentschaft Bill Clintons”

gelesen, damit ich von einem Journalisten etwas zur Person Bill Clintons erfahre, was nicht aus der Feder von Bill Clinton stammt.

Dieses Buch habe ich fast in einem Rutsch durchgelesen, weil es sehr spannend ist und die Biographie von Bill Clinton sehr gut ergänzt.

Wer also wissen möchte wie es in der Politik so läuft und etwas über 40 Jahre amerikanische Geschicht erfahren möchte, der ist mit diesem Buch hervorragend bedient.

Bill Clinton war 2001 mit 54 Jahren der zweitjüngste Ex-Präsident der vereinigten Staaten.

Für diese Biographie hat Bill Clinton 2003/2004 einen Vorschuss von 10 Mio US-$ bekommen. Wie die Biographie “Mein Leben” 2004 auf dem Markt kam, wurde sie sofort zu einem Bestseller.

In den USA wurden innerhalb von 6 Monaten 2 Millionen Exemplare verkauft, von einem Buch das immerhin fast 1.500 Seiten stark ist.

Wenn Sie also lieber etwas gehaltvolles in sich aufnehmen möchten, statt X-Y-Z-Promis beim Maden essen zuzuschauen, dann lesen Sie dieses Buch. Es wird sich für Sie lohnen.

Das Buch gibt es hier.

Und hier ist die 1. Rede von Bill Clinton, nach der Vereidigung zum 42. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Hier können Sie den Text auf Englisch mitlesen.

 

Meine Bewertung: 5 von 5 Smilies: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

 

Nick Vujicic heißt der Mann, der am 4. Dez. 1982 ohne Arme und ohne Beine geboren wurde.

(Bewertung von meinem Gastautor: Horst Weber)

 

 

Mittlerweile bereist er die Welt und ist einer der bekanntesten Motivationstrainer.

Mit seinem Buch macht er vor allem Mut.

Wenn Nick Vujicic schon ohne Arme und Beine ein tolles, selbstbestimmtes Leben führt, wie ist es dann mit uns, an denen alle Körperteile vorhanden sind? Sind da manche Sorgen nicht lächerlich gering, an denen wir große Gedanken verschwenden?

Das Leitmotto dieses Buches gefällt mir sehr gut:

“Wenn kein Wunder passiert,

sei selbst eins.”

Ist das nicht ein fabelhafter Ausspruch?

In diesem Buch beschreibt Nick Vujicic auch sehr gut, wie er seine Depression in Kindertagen überwunden und seine Bestimmung gefunden hat.

Und Sie wissen ja, wie grausam Kinder sein können? In der Schule wurde Nick natürlich ständig gehänselt: aufgrund seines Aussehens, aufgrund seiner fehlenden Gliedmaßen…

Nick hatte aber irgendwann seine Berufung erkannt und wollte Redner werden. Erst ist er umsonst vor Schulkindern aufgetreten, mittlerweile spricht er vor mehreren tausend Menschen in allen Erdteilen der Welt.

Wenn das nicht eine aufbauende Erfolgsstory ist, die sogar ein Happy End hat!

Mittlerweile ist Nick Vujicic verheiratet und hat einen Sohn, bei dem alle Körperteile vorhanden sind.

Im Video erfahren Sie etwas über seinen Weg und natürlich über das Happy End. Schöner könnte es Hollywood nicht schreiben.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Smileys, weil es toll zu lesen ist, motiviert und Mut macht: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

Und wenn Nick so viel ohne Arme und ohne Beine schafft, was können wir dann erst schaffen, die äußerlich alle lieferbaren Bauteile haben.

Ich denke, da werden unsere Problemchen und Sörglein viel kleiner, oder?

Das Hörbuch habe ich mir auch angehört.

Dieses finden Sie hier.

Empfehlen kann ich dieses Hörbuch nicht, da es eine stark gekürzte Fassung des Buches ist und

die Kernbotschaften nicht so schön dargelegt werden, wie im Buch.

Das Buch ist eindeutig der bessere Kauf (bitte hier klicken).

 

 

 

Heute mal eine Sachbuch-Bewertung für Euch.

Warum ich das Buch “Die Alzheimer-Lüge” gelesen habe?

Lt. einer Prognose liegt die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken bei 50 %. Bisher hörte man als Ursache der Krankheit nur, dass die Menschen eben älter werden, und Alzheimer eine Begleiterscheinung der steigeneden Lebenserwartung wäre. Und der Gedanke irgendwann nicht mal mehr mein Kind zu erkennen und wirr und hilflos zu sein, der macht mir schon ein wenig Angst!

Dr. med. Michael Nehls allerdings ist nicht der Meinung, dass man der Krankheit hilflos ausgeliefert wäre. Sogar wenn man erblich vorbelastet sei, könnte man trotzdem noch vieles dafür tun, körperlich UND geistig gesund alt zu werden.

Ich gestehe, leicht war das Buch für mich nicht zu lesen. Und bei manchen Stellen habe ich entspannt weitergeblättert, weil es mir zu chemisch wurde ;o) Trotzdem waren die Seiten notwendig. Beweist Dr. med. Nehls damit vorallem, dass seine Aussagen wissenschaftlich nachweisbar sind und keine Hirngespinste!

Für mich habe ich folgendes mitgenommen (bitte bei Interesse selber lesen und eigene Schlussfolgerungen ziehen):

Alzheimer ist kein (genetisches) Schicksal. Sondern die Quittung, die man für die falsche Lebensweise erhält. Manches kann man natürlich nicht vermeiden, wie z.B. große Stresssituationen, traumatische Erlebnisse usw., was lt. Dr. med. Nehls auch Ursachen sein können.

Was kann man tun um sich zu schützen (lt. Dr. med. Nehls):

- soziale Kontakte pflegen / sich sozial engagieren (das menschl. Wesen benötigt lt. Dr. Nehls den sozialen Input: Isolation verursacht Alzheimer).

- körperliche Bewegung

- Lebenssinn suchen; etwas tun, das Spaß macht

- Stress vermeiden oder/und sich so trainieren, dass man auf Stressauslöser nicht mehr reagiert: meditieren, Tai Chi Chuan o.ä. würde tagsüber helfen, sich zu entspannen

- ausreichend schlafen (Dr. Nehls spricht von 9-10 Stunden!)

- auch im Alter neugierig bleiben und neue Aufgaben nicht scheuen, aktiv bleiben (nicht vorm Fernseher hocken lieber Schach oder Karten spielen)

- sich anständig ernähren:

  1. Zucker reduzieren (enthalten in Weißmehl, Nudeln, helles Brot, Backwaren und natürlich Zucker an sich): Diabetis und Arteriosklerose stehen lt. Dr. med. Nehls im engen Zusammenhang mit Alzheimer.
  2. vollwertig ernähren
  3. auf die richtigen Fette achten: keine Margarine, wenig bis keine Butter, Käse nicht als Grundnahrungsmittel sondern nur in Maßen genießen. Alternative zu Öl/Butter u.ä.: Kokosöl
  4. Verbrauch von Kuhmilch reduzieren: ersetzen durch Hafer-, Reis-, Kokos-, Mandelmilch usw.
  5. abends weniger essen
  6. viel Obst und Gemüse essen
  7. Vitaminwerte B6, B9 (Folsäure) und B12 testen lassen und evtl. Mangel beseitigen (Omega 3 wäre auch super)
  8. Fleischkonsum reduzieren und biologisch angebaute Nahrungsmittel kaufen

Warum diese Punkte wichtig sind, erläutert Dr. med. Michael Nehls ausführlich in seinem Buch!

Puh,… jetzt muss ich das alles nur noch umsetzen…. Bekannt war alles schon (für mich). Bei vielem hindert mich (noch) der innere Schweinehund.

Insgesamt ein spannendes Buch, das (neue) Denkanstöße gibt, sein Leben etwas gesünder zu leben.

 

Hier der Link für Eure Gesundheit.