Archive for Oktober, 2014

Der Patient von John Katzenbach

Book by Thriller
Mittwoch, Oktober 22, 2014 Review by Susanne

Der Psychiater Dr. Frederick Stark hat Geburtstag. Und ausgerechnet dieser Tag, soll der erste Tag seines Todes sein!

Denn so steht es in einem Brief, den er im Wartezimmer seiner Praxis findet:

Stark könne seinen Tod nur verhindern, wenn er innerhalb von 15 Tagen herausfindet, wer dieser Unbekannte ist, der sich selbst “Rumpelstilzchen” nennt. Allerdings will “Rumpelstilzchen” ihn nichts selbst umbringen, sondern das soll Frederick Stark schön selbst machen. Sollte er sich nicht selbst das Leben nehmen, würde Starks’ Familie dran glauben müssen. Sie würden nicht zwingend sterben… Nein, es gäbe andere Wege einen Menschen zu vernichten. Und damit Stark das alles nicht für einen üblen Scherz halten könnte, würde “Rumpfelstilzchen” ihm auch gleich eine Kostprobe seiner Macht und Möglichkeit bieten. Er solle doch bitte mal seine Verwandschaft antelefonieren, jemand hätte heute Bekanntschaft mit ihm und seinen kranken Spielchen gemacht.

Obwohl Stark nicht so recht an eine wirkliche Bedrohung glaubt, ruft er doch seine Verwandten durch. Und erfährt grausiges…

Das Buch “Der Patient” habe ich tatsächlich an einem Wochenende durchgelesen (668 Seiten). Es fesselt von Anfang an und nimmt im Laufe der Geschichte immer mehr Fahrt auf. Die Hauptperson, der Psychiater Dr. Frederick Stark, verwandelt sich (gezwungenermaßen) von einem absoluten Langeweiler zu einem Menschen, der die Herausforderung des grausigen Spiels annimmt. Und noch mehr, er wird am Ende selbst zum Jäger!

Diese Verwandlung habe ich ihm jederzeit abgekauft. Nichts ins künstlich an den Haaren herbeigezogen. Jedes weitere Vorgehen erscheint dem Leser schlüssig und nachvollziehbar.

Erschreckend nachvollziehbar war vorallem, wie schnell Stark seinen guten Namen verloren hat. “Rumpelstilzchen” lässt Starks Kreditkarten sperren, plündert sein Konto und bringt ihn wegen angeblichen, sexuellen Missbrauchs einer Patientin in Verruf. Alles nur mit technischen Mitteln und ein paar Handlangern. Er selbst tritt nie als Person auf.

Mehr verrate ich nicht, lest das Buch unbedingt selbst!

5 von 5 Smilie-Punkten: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

Der Link zum Buch.

Zeitenzauber – Die magische Gondel von Eva Völler

Montag, Oktober 20, 2014 Review by Susanne

  

Für alle die “Liebe geht durch alle Zeiten: Rubinrot/Saphirblau/Smaragdgrün” von Kerstin Gier lieben:

“Zeitenzauber – Die magische Gondel” von Eva Völler steht den Büchern  in nichts nach! Und auch hier startet eine unglaubliche Triologie. ABER: Das Buch ist in sich abgeschlossen. Und das gibt von meiner Seite aus Pluspunkte. Ich mag es gerne, wenn ich weiter lesen darf, aber nicht muss! :-)

Um was geht’s:

Die 17 jährige Anna verbringt mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig. Natürlich wollen sie sich auch die historische Bootsparade ansehen. Leider herrscht hier viel Betrieb und sie fällt durch das Gedränge ins Wasser. Als sie wieder zu sich kommt ist sie immer noch in Venedig, aber im 15. Jahrhundert.

In “Zeitenzauber” geht es der Hauptperson Anna hauptsächlich darum, wieder zurück in ihre Zeit zu gelangen. Und das scheint gar nicht so einfach zu gehen. Denn Anna hat eine Aufgabe zu erfüllen. Nur welche? Ihr zur Seite steht der unglaublich gutaussehende Sebastino, mit dem sich auch eine kleine Liebesgeschichte entwickelt.

Das Buch ist locker-leicht zu lesen, zieht absolut in die Handlung rein und garantiert dem Leser schöne, verträumte aber auch witzige und spannende Stunden.

Also genau der richtige Lesestoff für junge Mädchen (ok, mir hat das Buch auch sehr gefallen….). :-)

Bei Amazon wird das Buch für Mädchen zwischen 14 – 17 Jahren vorgeschlagen. Allerdings habe ich die Buchempfehlung von einer Freundin bekommen, deren Tochter 12 Jahre ist ;o)

Hier der Link zum Buch.

Meine Bewertung,  5 von 5 Smilie-Punkte: *:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich*:) glücklich

Hier die neuste Bewertung von meinem Gastautor, Horst Weber.

Steve Jobs

von Walter Isaacson

 

“Die Menschen, die verrückt genug sind

zu denken, sie würden die Welt verändern,

sind diejenigen, die es tun werden.”

 

Mit diesem Zitat aus dem Think Different-Spot von 1997 beginnt die einzig autorisierte Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs, von Walter Isaacson.

Ich muss zugeben, ich habe schon lange kein Buch mehr in diesen epischen Ausmaßen gelesen. Das Buch hat 666 Seiten + Anhang. Die gebundene Fassung habe ich mir bereits 2011 gekauft. Und dann lag die erst einmal bis 2014 im Regal. :-) 

Vor ein paar Wochen kaufte ich mir aber das Hörbuch mit 8 CDs und die haben mich dann so gefesselt, dass ich neben dem auditiven Kanal auch den visuellen Kanal bedienen wollte (wenn Ihr das Hörbuch selbst haben wollt, hier klicken).

Und was soll ich sagen, ….Ich habe das Buch danach förmlich verschlungen. Neben dem Leben von Steve Jobs erfährst Du auch die Anfänge und Entwicklung der Computerindustrie für den Massenmarkt.

Es ist auch eine Geschichte um die Rivalität von Bill Gates und Steve Jobs. Eine Geschichte um zwei unterschiedliche Systeme. Bill Gates stand für ein offenes System, das heißt die Software von Microsoft sollte am besten auf jedem PC laufen, egal wie “schrottig” der PC, also die Hardware ist.

Das Ziel von Microsoft ist, möglichst viel Geld zu verdienen.

Anders Steve Jobs und das System Apple. Steve Jobs war ein absoluter Verfechter von geschlossenen Systemen, das bedeutet:

“Die Software soll eben nicht auf anderen PCs laufen, sondern nur auf PCs von Apple”

Steve Jobs Ziel war, ein rundes und hervorragendes Nutzererlebnis zu schaffen. Und das geht eben nur, wenn Apple gleichzeitig die Hardware zur Software entwickelt.

Zur Gründung von Apple 1976 war das noch anders, da der Partner von Steve Jobs, Steve Wozniak, ein Verfechter des offenen Systems war.

Steve Wozniak hätte am liebsten alles verschenkt. So war der Apple I und besonders der Apple II noch ein Computer mit vielen Steckplätzen und Möglichkeiten, vieles daran anzuschließen.

Das änderte sich 1984, in dem Jahr, in dem der berühmte Macintosh Computer die Welt erblickte. Größtenteils erschaffen von Steve Jobs mit seinem Team. Das war ein komplett geschlossenes System, an dem auch keine Fremdgeräte mehr angeschlossen werden konnten.

1985 flog Steve Jobs von seiner eigenen Firma (Apple) heraus.

1997 kaufte der damalige CEO von Apple (Gil Amelio) die neue Softwarefirma von Steve Jobs, die Firma NeXT, für einen aberwitzen Betrag von ca. 400 Mio US-Dollar. Und damit kam Steve Jobs wieder zürück zu Apple! In der Bestzeit machte die Firma 1990 einen Umsatz von nur 28 Millionen Dollar, Gewinn ?.

Und da Apple 1997 kurz vor der Pleite stand, kam Steve Jobs gerade richtig zurück, um wieder mit neuen Schwung am Erfolg der Firma zu arbeiten.

Eine große Stärke von Steve Jobs war die absolute Konzentration auf wenige Dinge. So strich er in kurzer Zeit um die 70% der Produkte zusammen, entließ um die 3.000 Mitarbeiter und innerhalb eines halben Jahres war Apple wieder in der Gewinnzone.

Das spannende daran ist, dass Steve Jobs das ganze nicht für Geld tat, sondern weil er sein “Baby”, Apple, von ganzem Herzen liebte. Seit seinem neuen Amtsantritt 1997 bis 2000 ließ er sich lediglich einen symbolischen Dollar pro Jahr bezahlen, so hatte er nach 2 1/2 Jahren, lediglich 2,5 US-$ verdient.

Das damalige Apple Board hatte ihm bei seiner Rückkehr zu Apple ein Aktienpaket angeboten, das 2 1/2 Jahre später 400 Millionen US-Dollar wert gewesen wäre, Steve Jobs begnügte sich mit 2 1/2 US-$ und lehnte das Aktienpaket ab.

Orginalzitat von Steve Jobs:

“Ich möchte nicht, dass meine Mitarbeiter bei Apple glauben, ich sei nur zum Reichwerden zurückgekommen.”

 

Milliardär ist Steve Jobs nicht mit Apple geworden, sondern mit der kleinen Animationsabteilung von George Lucas – Pixar.

Nachdem der erste Film “Toy Story” in den Kinos lief, brachte Steve Jobs eine Woche später Pixar an die Börse und wurde dadurch zum Milliardär, da er ca. 80% der Aktien besaß.

Steve Jobs war der Erste, der gleichzeitig CEO von zwei börsennotierten Unternehmen war, Apple und Pixar.

Später wurde dann Pixar von Disney gekauft und Steve Jobs wurde größter Einzelaktionär von Disney.

Diese spannenden Geschichten sind ausführlich im Buch beschrieben (für das Buch hier klicken).

Steve Jobs war auch ein entschiedener Gegner von Marktforschung.

Henry Ford sagte einmal dazu:

“Hätte ich die Menschen gefragt was Sie haben wollen, dann hätten Sie sich ein schnelleres Pferd gewünscht.”

 

So wird auch sehr spannend im Buch beschrieben, wie es zum ersten Ipod kam und zum Slogan:

“1000 Songs in der Tasche”

Und damit ging dann 2001 richtig die Post ab bei Apple.

Der Höhepunkt war dann 2007 mit der Einführung des ersten Apple I-Phones.

Steve Jobs war ein Verkaufsgenie und hatte immer sehr intensiv seine Produktvorführungen vorbereitet, wie unten zu sehen, bei der ersten Einführung des Apple Iphones.

Glauben Sie, dass ein deutscher Vorstandschef, in einer Live-Präsentation vor mehreren tausend Menschen, mal spontan bei Starbucks anruft und 3000 Latte Macchiato bestellen würde?

Steve Jobs macht das in der Präsentation zum ersten Iphone.

Das Iphone war auch mein erster Kontakt zum Unternehmen Apple. Davor hatte ich Apple so gar nicht auf dem Schirm. Im Büro arbeite ich mit einem normalen PC, mit Microsoft-Software. Zum Musikhören gab es Walkmans. Handys waren von Nokia und wer brauchte schon Tablett-PCs.

Mittlerweile habe ich mein zweites I-Phone. Diesen Artikel schreibe ich gerade auf einen Apple Laptop, ein MacBook Pro.

Wir haben natürlich ein I-Pad, an dem ich so gut wie nie herankommen, weil das meine Frau und mein Sohn zum spielen nutzen und meine Frau hat noch einen wunderschönen Ipod.

Jetzt denke ich darüber nach, mir auch einen Apple PC ins Büro zu stellen, mal schauen.

Steve Jobs Strategie ist also aufgegangen. Er hat ein Unternehmen zurückgelassen, das aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt ist.

Und hoffentlich geht der letzte Wunsch von Steve Jobs in Erfüllung, das er eine DNA im Unternehmen hinterlassen hat, die das Unternehmen Apple noch viele Generationen erfolgreich nach vorne führt.

Apple Umsatzentwicklung Quelle: Wikipedia